Akkordeon, Steirische Harmonika

Das Akkordeon ist ein sogenanntes Handzuginstrument und entfernt mit der Orgel verwandt, weil bei beiden Instrumenten die Töne durch Luftströmungen erzeugt werden. Deshalb ist beim Akkordeon das Stoßen und Ziehen des sogenannten Balges so wichtig, da durch diese Bewegungen die Stimmzungen im Inneren des Instruments zum Vibrieren gebracht werden.

Akkordeons (oder auch Ziehharmonikas) gibt es auf der ganzen Welt, entsprechend vielfältig sind ihre Bauweisen. Es gibt diatonische und chromatische, ein- und mehrreihige Akkordeons, Tasten- und Knopfakkordeons, die noch dazu unterschiedlichste Namen tragen, etwa Sanfona (in Brasilien), Schwyzerörgli (in der Schweiz) oder Heligonka (in Tschechien). Bei uns ist die diatonische Steirische Harmonika weit verbreitet, die meisten Akkordeons sind aber chromatische Modelle, das heißt, dass beim Stoßen und Ziehen des Balges dieselbe Tonhöhe erzeugt wird.

Allen Akkordeons gemeinsam ist, dass sie aus zwei Teilen (Diskant und Bass) bestehen, die durch einen Balg miteinander verbunden sind. Wie die Orgel verfügen viele Akkordeons auch über Register, mit denen sich zusätzliche Klangfarben erzeugen lassen.

Für das Akkordeon existiert vergleichsweise wenig klassische Literatur, aber es ist aus der musikalischen Folklore zahlreicher Kulturkreise (z. B. Cajun- und Countrymusik in den USA, jüdische Klezmer-Musik, irische Shantys, französische und südamerikanische Chansons oder ost- und mitteleuropäische Volksmusik) nicht wegzudenken. Entsprechend vielfältig sind die Einsatzmöglichkeiten des Instrumentes.

 

Empfohlenes Alter für den Unterrichtsbeginn

ab ca. 6 Jahren

Art des Unterrichts

Einzel- und Kleingruppenunterricht; wir empfehlen die Teilnahme an Spielkreisen und Ensembles

Vorkenntnisse

nicht erforderlich, wir empfehlen den Besuch der EMP

Leihinstrumente

sind begrenzt vorhanden

Anschaffungskosten für ein neues Instrument

ab 500 €

Mitspielmöglichkeiten

Spielkreise, mehrere Ensembles auch für zeitgenössische Musik

 

Lehrkräfte