Horn

Das Waldhorn oder einfach Horn, ist ein Blechblasinstrument mit enger konischer Mensur. Als Musikinstrument bestand es in seiner Urform aus einem Tierhorn, genauer einer Hornscheide der Cavicornia genannten Tiergruppen (Rinder, Schafe, Ziegen). Das Horn wurde dabei an der abgeschlagenen Spitze oder an einer seitlich gebohrten Öffnung angeblasen.

Am Ende des 17. Jahrhunderts hielt das kreisrunde Horn Einzug in die Kunstmusik. Ludwig XIV. beschäftigte 14 Parforce-Hornisten für die Gestaltung der Hofmusik. Schon bald brachte Jean-Baptiste Lully auch diese Instrumente in das Orchester. Ähnlich den Trompetern wurden im Barock auch für die Hornisten Partien und Solokonzerte in sehr hoher Lage geschrieben.

Dem Dresdner Hornisten Anton Joseph Hampel kommt der Verdienst zu, durch mehrere entscheidende Veränderungen aus dem Parforce-, oder auch Jagdhorn den Typus des heutigen Waldhorns entwickelt zu haben.

Die letzte einschneidende Veränderung des Horns (wie der übrigen Blechblasinstrumente) war die Erfindung des Ventils, das um 1813 vom Hornisten Friedrich Blühmel erfunden wurde. Während Carl Maria von Weber den Einsatz des Ventilhorns im Orchester strikt abgelehnt hatte, war um 1850 der Wechsel in fast allen Orchestern vollzogen, wenngleich die Tradition des Naturhorns noch einige Zeit separat weiterlebte. Felix Mendelssohn Bartholdy hatte in seinem Nocturno aus dem Sommernachtstraum, als einer der Ersten das Ventilhorn bei seinen Kompositionen im Kopf. 

 

Empfohlenes Alter für den Unterrichtsbeginn

6–7 Jahre

Art des Unterrichts

Einzelunterricht und Kleingruppen

Vorkenntnisse

nicht erforderlich, wir empfehlen den Besuch der EMP

Leihinstrumente

bitte bei der Lehrkraft nachfragen

Anschaffungskosten für ein neues Instrument

 

Mitspielmöglichkeiten

verschiedene Ensembles in allen Stilrichtungen, Orchester, Raindrops, Fun by Klang, 

Lehrkräfte

Christian Beemelmans